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Kleine Sänger, große Stimmen

Beim Casting im Haus Witten stellten sich fast 50 Kinder und Jugendliche einer Jury. Sie entscheidet darüber, wer beim Musical in der "Local Hero"-Woche eine größere Rolle singen darf.

Dana Okeefe holt tief Luft, dann geht die Zehnjährige mit festen Schritten durch den Saal im Haus Witten und stellt sich der Jury. Musik klingt aus dem CD-Player und dann legt die Schülerin los. Sie will im Wittener Musical „Auf gleicher Höhe” mitmachen und ihre Stimme entlockt nicht nur den Juroren ein Lächeln.

Fast 50 Nachwuchstalente kamen am Samstag zum Casting. Das Musical wird im Rahmen der „Local-Hero”-Woche auf dem Kornmarkt aufgeführt und stammt aus der Feder der Wittener Gerhard Giel und Martin Friedrich Pohl. Die schönen und die starken Töne treten dabei gegen die Stille an. Von klassischer Musik über Rap und Jazz sind alle Stilrichtungen vertreten. Und gut 250 Kinder und Jugendliche stehen dafür auf der Bühne.

Sechs größere Rollen gibt es zu besetzen und dafür stellten junge Menschen ab acht Jahre ihr Können unter Beweis. Wackelige Knie und Kribbeln im Bauch inklusive. Auch Dana war den ganzen Tag aufgeregt. Als es endlich soweit ist, merkt man ihr das aber nicht mehr an. Mutter Michaelas Hand dagegen zittert deutlich, als sie den großen Moment mit der Kamera festhalten will.

Dann ist Felix Felsch dran. Sein Lied „Rinderwahn” bringt die Zuhörer zum Lachen, doch auch seine Stimme überzeugt. „Ich bin ein Fan von Max Raabe”, sagt der Zehnjährige. Also musste es ein Song des deutschen Sängers sein. Auch Felix steht wie ein alter Hase vor Musikschulleiter Michael Eckelt und Chorleiter Martin Martmöller. Dabei hätte er beinahe absagen müssen. Schlimme Kopfschmerzen plagten den Schüler schon den ganzen Tag. Aber kneifen gilt nicht.

Wer hier harte Worte wie bei Dieter Bohlen erwartet, liegt falsch. Martmöller und Eckelt lächeln den Kindern aufmunternd zu und loben viel. Etwas härter geht es im gläsernen Konzertsaal zu. Hier hat Michelle Brand gerade ihr Lied beendet. Theaterpädagogin Nicole Meyer-Golz und die Musical-Autoren Gerhard Giel und Martin Friedrich Pohl bewerten die Leistung der 13-Jährigen, auch ein paar kritische Worte fallen. Dazu ist ein Scheinwerfer nebst Kamera auf das Mädchen gerichtet – der WDR ist zu Gast. Als die Jury fertig ist, fällt Michelle erleichtert ihren Freunden in die Arme. „Ich war so nervös”, erzählt sie. „Aber als ich auf der Bühne stand, war alles weg und ich habe einfach nur gesungen.”

Viele Kinder und Jugendliche hinterlassen an diesem Tag den Eindruck, dass allein Witten in ein paar Jahren eine komplette Staffel „Deutschland sucht den Superstar” nur mit lokalen Talenten drehen könnte. Über die große und qualitativ gute Resonanz freut sich auch Martin Martmöller. Viele kannte er schon vorab aus dem Kinderchor. Dennoch schaffte es manches Kind, ihn zu überraschen. „Einige habe ich gar nicht wiedererkannt, sie sind im Chor nie so aufgefallen.”

Am Ende zählt aber nicht die Stimme allein. „Wir müssen auch genau hinsehen, ob die Kinder nervös sind”, so Martmöller. Denn wenn am 26. Juni der Vorhang aufgeht und tausende Zuschauer klatschen und jubeln, darf die Stimme nicht versagen.

(07.03.2010, Melanie Schreiber/derwesten.de,
Foto: Walter Fischer)

Frauenkulturfahrplan: RUHR.2010 stellt Frauen in den Mittelpunkt

Autorinnen des Frauentagebuchprojekts: "Von Rosa und anderen Tagen"
Autorinnen des Frauentagebuchprojekts: "Von Rosa und anderen Tagen"

Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte und Kreise des Ruhrgebiets haben im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres ein eigenes Kulturprogramm erstellt. Weil der Mythos des Ruhrgebietes vor allem männlich geprägt ist, steuert der „Frauenkulturfahrplan" von Januar bis Dezember 2010 immer neue Haltepunkte im Ruhrgebiet an und stellt dabei Frauen in den Mittelpunkt, die die Geschicke dieser Region über Jahrhunderte hinweg geprägt und bewegt haben oder heute noch beeinflussen. Da sind Piratinnen oder Engel, Jazzinterpretinnen, Kabarettistinnen, Hafenarbeiterinnen, Schauspielerinnen, Fotografinnen, Autorinnen – kurzum: berühmte oder unbekannte, historisch oder top-aktuelle Frauen, die in jedem Fall „Heldinnen der Region" sind.

Als eine von 53 Städten ist auch Witten am wechselnden Reigen der so genannten „Local Hero Wochen" beteiligt.  [mehr]

Theaterbegegnung der Ruhrbühne

Foto v.o.n.u.: Amateurtheater Wolfen e.V., Kiewer Theater Ravlik und das Staatliche Puppentheater Kursk: „Der kleine Prinz“

Die Ruhrbühne Witten e.V. hat nun das Programm für ihre Theaterbegegnung 2010 innerhalb der Wittener Local Hero Woche vorgelegt. Interessante Aufführungen von Ensembles aus den Partnerstädten werden das Publikum faszinieren.

Sonntag, 20.06.10, 11.00 und 15.00 Uhr
Montag, 21.06.10, 11.00 und 19.00 Uhr
Das Staatliche Puppentheater Kursk:
„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry – eine phantasievolle Mischung aus Schauspielern und Puppenspiel

Zygany“ nach einem Werk von Alexander Puschkin – in Zusammenarbeit mit dem Kiewer Theater Ravlik


Dienstag, 22.06.10, 17.00 Uhr
Mittwoch, 23.06.10, 16.00 Uhr
Donnerstag, 24.06.10, 11.00 Uhr
„BEZ DAM“ - übersetzt: „Ohne Damen“ aus Tczew:
„K – wie Kafka“, „Golenie“, „Amnesia“ und „Cervantes“ – Bewegungstheater (Pantomime) von Menschen mit geistiger Behinderung

 

Freitag, 25.06.10, 11.00 und 16.00 Uhr
Samstag, 26.06.10, 16.00 Uhr
Amateurtheater Wolfen e.V.
„Schneeweißchen und Rosenrot“, frei nach den Gebr. Grimm von Herta Greef
Dauer: Ca. 60 Minuten

Weitere Informationen: www.ruhrbuehne-witten.de

Foto v.o.n.u.: Amateurtheater Wolfen e.V., Kiewer Theater Ravlik und das Staatliche Puppentheater Kursk: „Der kleine Prinz“

Veranstalterin: Ruhrbühne Witten e.V., in Kooperation mit dem Partnerschaftsverein und den Freundeskreisen Witten.
Theater der Ruhrbühne, Bochumer Str. 10 b.

 

Das neue Ruhr Museum in Essen – Wittens „Engelbert“ ist bedeutende Leihgabe!

Engelbert

5.000 Quadratmeter Ruhrgebiets-Geschichte - das ist das neue Ruhr Museum, das seit dem 9. Januar auf dem Welterbe Zollverein besucht werden kann.

Die Dauerausstellung vereint Geschichte, Naturkunde, Archäologie und Fotografie der Region unter dem Dach der ehemaligen Kohlenwäsche. Mehr als 5.000 Exponate aus allen Sammlungsbereichen des Museums und mehr als 1.000 Leihgaben aus allen wichtigen Museen und Archiven des Ruhrgebiets dokumentieren die Historie und das Selbstverständnis der Region. Das Ruhr Museum geht zurück auf das 1904 gegründete Ruhrlandmuseum der Stadt Essen, eines der ältesten und traditionsreichsten Museen der Region.

Zu den bedeutendsten Leihgaben der neuen Ausstellung gehören u.a. das Karolingische Evangeliar und der liturgische Kamm des heiligen Altfrid aus dem Essener Domschatz, die Schädelkalotte des "ältesten Westfalen" aus der Hagener Blätterhöhle, archäologische Funde aus der Zeit der Varusschlacht aus Haltern und Xanten, der berühmte Atlas Minor des Duisburger Kartographen Gerhard Mercator und die lebensgroße Statue des Bischofs Engelbert aus dem Märkischen Museum Witten. Der Ausstellungs-Parcours beginnt in der Gegenwart und befasst sich danach mit den Themenbereichen Gedächtnis und Geschichte.   [mehr]

Wittener tanzten mit bei der Eröffnungsparty

Jump - Nur ein Sprung

Mit schnellen Trommelrhythmen, beeindruckenden Tanzeinlagen und viel Witz begeisterte das Wittener „Jump - Nur ein Sprung”- Ensemble die Besucher der „Ruhr2010-Volksfestes”.

Auf der großen Bühne vor der eindrucksvollen Kulisse der alten, schneebedeckten Kokerei sorgten die Jugendlichen knapp 45 Minuten lang mit Ausschnitten aus ihrem Musical für eine unterhaltsame Show. Der altbekannte Stress zwischen Jungen und Mädchen ist das pfiffig und aktuell umgesetzte Thema. Ein tiefsinniger und gleichzeitig humorvoll-leichter Einblick in die stets gleichen Probleme jeder neuen Generation.

„Wir spielen hier die Hauptrolle” geben sich die Jüngeren selbstbewusst. Und sie haben den Grund für die Probleme der Älteren bereits analysiert: „Das ist alles wegen der Hormone!” Aber die Hormone sorgen im Musical „Jump - Nur ein Sprung” nicht nur für Verwirrung und Stress, sondern auch für erste Zuneigung zwischen den Jungen und Mädchen.

Aus den anfänglichen „Balletthäschen” des Tanztheaters Abrakadabra und den sehr coolen „Free-Runnern” von „Dynamic Concepts” werden am Ende Paare, die das Publikum mit tollen Tanzchoreographien begeisterten. Perfekt unterstützt wurden die Tänzer von den Trommlern „Barulheiros des Stockum”, die im viel beschriebenen Wintermärchen auf dem Zechengelände für südamerikanisches Flair sorgten. Die Zuschauer belohnten den gelungenen Auftritt mit viel Beifall.

Für Ruhrgebiets-Flair und Ausblicke auf seine Bewohner sorgte die Ausstellung „face to face – Gesichter des Ruhrgebietes” in der alten Mischanlage der Kokerei. Großformatige Fotos von ganz unterschiedlichen Ruhrgebietsbewohnern beeindruckten an stahlgrauen, hohen Wänden. An dem Städteübergreifenden Jugendprojekt sind auch fünf Mitglieder der Jugendkunstschule in der Werkstadt beteiligt.

Zur Fotostrecke von Rainer Weu

Quelle WAZ Witten, 12.01.2010, Michaela Schloemann
Foto: Rainer Weu

face to face - Gesichter des Ruhrgebiets

Workshopteilnehmer der WERK°STADT auf der Eröffnungsveranstaltung RUHR2010 am 10.01.10 in der Kohlenmischanlage auf der Zeche Zollverein in Essen

Über 350 Jugendliche der Jugendkunstschulen der gesamten Metropole Ruhr verliehen der Region Gesichter und neue Ansichten. Über Fotografien, Interviews und eigene Texte entstanden jugendliche Perspektiven auf die Heimat und ihre Menschen, mit denen die Jugendlichen in einen Dialog traten.

Auf einer gesamten Etage der Kohlenmischanlage auf Zeche Zollverein wurden am 10. Januar insgesamt 26 großformatige Exponate der jungen Fotografen zur Eröffnungsveranstaltung von Ruhr2010 ausgestellt. Darunter allein sechs Werke, die im Rahmen des Face to face - Fotoworkshops der WERK°STADT in Witten entstanden sind.

Diejenigen, die nicht in den Genuss kamen die Ausstellung zu besuchen, kommen aber noch auf ihre Kosten. 2010 wachsen im Rahmen der Initiative "Die Farben des Ruhrgebiets" aus Hunderten von Gesichtern und Ansichten eine große Gemeinschafts- und verschiedene dezentrale Ausstellungen. Den Höhepunkt bildet im September 2010 die Präsentation der großformatigen Arbeiten im Rahmen des "Jugend.Kultur.Festivals NRW & RUHR.2010" am neu eröffneten Dortmunder U.

Zu "face to face - Gesichter Europas" erweitert sich dieses erste Vernetzungsprojekt der Jugendkunstschulen der Metropole Ruhr dann, wenn die Revier-Jugendlichen in Workshops und per Internet mit Gleichaltrigen aus Europa in einen kreativen Austausch treten.

"face to face" ist der Auftakt für eine dauerhafte enge Kooperation der Jugendkunstschulen in der Metropole Ruhr und in Europa.

Air Berlin-Flugzeuge tragen RUHR.2010 in die Welt

"Im Kulturhauptstadtjahr 2010 können sich bei Air Berlin alle Städte aus dem Ruhrgebiet als weltweite Kulturbotschafter präsentieren.

Der stellvertretende Bürgermeister Hans-Ulrich Kieselbach nahm das Wittner Flugzeug am 17. Dezember in Augenschein."

 

 

 
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